MODELLE UND KOSTEN DER 24H-BETREUUNG ZUHAUSE

Je nach Qualifikation oder Arbeitsaufwand können die Kosten unterschiedlich sein. Eine ausgebildete Krankenschwester, die gut Deutsch spricht ist teurer als eine einfache Hilfskraft mit mittleren Deutschkenntnissen. Auch die Art der Tätigkeit kann entscheidend für die Kosten sein.

Entscheidend bei einer Vorausplanung der anfallenden Kosten sind folgende Fragen:

* Wie pflegebedürftig ist der Betroffene?

* Ist eine regelmäßige Betreuung nachts notwendig?

* Gibt es Unterstützung durch einen Pflegedienst?

* Wieviel Personen sind zu pflegen?

ES GIBT FOLGENDE 3 MODELLE DER 24H-PFLEGE ZUHAUSE

Entsendemodell: 
Die Pflegekraft wird von einem Pflegedienst in den osteuropäischen Beitrittsländern der Europäischen Union angestellt, sozialversichert und haftpflichtversichert. Dann wird sie, üblicherweise durch eine deutsche Vermittlungsagentur, an Sie vermittelt. Dieses Modell stellt für Sie eine kostengünstige Variante dar (zwischen €1.900 und €2.500 pro Monat). Zudem ist diese Lösung mit dem geringsten bürokratischen Aufwand und Risiko verbunden.

Direkte Anstellung:
Die Pflegerin wird direkt von Ihnen als Arbeitgeber angestellt. Sie fungieren als Arbeitgeber mit den entsprechenden Pflichten, wie zum Beispiel Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Kündigungs- und Versicherungsschutz, Gewährung von Sozialleistungen. Die Kosten betragen hier etwa 5.000 Euro pro Monat, da Sie mehrere Pflegekräfte parallel anstellen müssen.

Selbstständigkeit:
Die Pflegerin hat dabei als selbstständiger Dienstleister ein Gewerbe in Deutschland oder in einem EU-Land angemeldet und kümmert sich selbst um Sozial- und Haftpflichtversicherung. Größter Nachteil dieses Modells ist die Gefahr der „Scheinselbstständigkeit“. Dann besteht das Risiko, dass Sie als Auftraggeber Sozialabgaben und Versicherungsleistungen nachzahlen müssen. Die Kosten in diesem Modell betragen etwa €1.900 bis €3.000 pro Monat.

RECHTSGRUNDLAGE DER LEGALEN 24H-PFLEGE ZUHAUSE

Entsendegesetz

Seit dem 01. Mai 2004 ist es im Rahmen der EU-Osterweiterung und der damit verbundenen Dienstleistungsfreiheit osteuropäischer Firmen gestattet es, Pflege- und Haushaltshilfen u. a. nach Deutschland zu entsenden. Die Kräfte sind legal in ihrem Heimatland  sozialversicherungspflichtig beschäftigt und verfügen selbstverständlich über alle notwendigen Papiere, wie z. B. die Bescheinigung A1 und eine gültige EU-Krankenversicherung.
Mit diesem amtlichen Vordruck (A1) weist die Pflege- oder Haushaltshilfe nach, dass für sie nicht die deutschen Rechtsvorschriften über soziale Absicherung gelten, sondern die des Herkunftslandes. Die Pflege- und Haushaltshilfen arbeiten zeitlich befristet und nicht weisungsgebunden.

A1 – Bescheinigung

Die Bescheinigung A1 kommt im Sozialversicherungsrecht im Bereich der Europäischen Union, des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) und der Schweiz zum Tragen. Sie wird auf Antrag des Arbeitnehmers / Selbständigen oder des Arbeitgebers durch die Krankenkasse bzw. den zuständigen Rentenversicherungsträger ausgestellt und dem Antragsteller ausgehändigt. Mit der Bescheinigung A1 wird erklärt, dass während der Dauer der Entsendung des Arbeitnehmers nach Deutschland, weiterhin sein eigenes System der sozialen Sicherheit anwendbar bleibt und damit deutsches Sozialversicherungsrecht wegen des Grundsatzes der Vermeidung von Doppelversicherung ausgeschlossen ist.

Die Sozialversicherungsträger des Entsendestaates sind verpflichtet, zu prüfen, ob die Voraussetzungen für die Ausstellung der Bescheinigung gegeben sind. Bei Vorliegen einer Bescheinigung A1 ist der Arbeitnehmer in Deutschland nicht sozialversicherungspflichtig. 

Mindestlohn

Ab dem 01.01.15 gilt in Deutschland der Mindestlohn. Ab 2017 folgte erneut eine Erhöhung bzw.  Anpassung. Der Mindestlohn ist auch für alle Betreuungskräfte und Haushaltshilfen aus den osteuropäischen EU-Ländern gesetzlich vorgeschrieben. Die Einführung des flächendeckenden Mindestlohnes von 8,50 € (ab Januar 2017 – 8,84 €) hat zur Folge, dass auch Sozialabgaben und Steuersätze in allen osteuropäischen EU-Ländern steigen werden. Verstöße gegen das Mindestlohngesetz werden mit Geldbußen bis zu 500.000 € oder mit Freiheitsstrafen geahndet (§ 21 MiLoG). Mit dieser neuen Regelung wird für alle Beteiligten (Entsendeunternehmen, Vermittlungsagentur und Kunde; § 13 MiLoG) die Gefahr der strafrechtlichen Haftung wegen Lohnwucher (§ 291 StGB) erhöht, der bei gewerbsmäßiger Begehung mit Freiheitsstrafen bis zu 10 Jahren geahndet wird. Zur Prüfung der Einhaltung des Mindestlohnes stellt der Staat im Januar 2015 zusätzlich eintausendsechshundert Kräfte ein. 

PFLEGEGRADE UND PFLEGELEISTUNGEN

Seit 2017 wurden aus zuvor 3 Pflegestufen 5 neue Pflegegrade, nach denen beurteilt wird, wieviel Pflegegeld ein Pflegebedürftiger seitens der gesetzlichen Pflegeversicherung erhält.

Die Einführung der 5 Pflegegrade hatte zum Ziel, auch die Bedürfnisse von Demenzkranken stärker zu berücksichtigen, was im alten System der 3 Pflegestufen leider zu kurz kam.

Zur Feststellung, welchen Pflegegrad ein Pflegebedürftiger hat, wird der Grad der Selbständigkeit bezogen auf folgende 6 Bereiche ermittelt:

    *    Welche Hilfe wird bei alltäglichen Aktivitäten benötigt?

    *    Welche Psychosoziale Unterstützung wird benötogt?

    *    Hilfebedürftigkeit während der Nacht

    *    Hilfsbedürftigkeit am Tag

    *    Grad der benötigten Unterstützung bei krankheitsbedingten Verrichtungen

        Hilfsmanagement

Die einzelnen Pflegegrade haben jeweils eine eigene Definition, anhand derer bereits erkennbar ist, welche Einschränkungen in Bezug auf die Selbstständigkeit vorliegen. Diese lauten im Folgenden:

Pflegegrad 1: Geringe Beeinträchtigung der Selbständigkeit (12,5 bis unter 27 Punkte)       

Pflegegrad 2: Erhebliche Beeinträchtigung der Selbständigkeit (27 bis unter 47,5 Punkte)

Pflegegrad 3: Schwere Beeinträchtigung der Selbständigkeit (47,5 bis unter 70 Punkte)

Pflegegrad 4: Schwerste Beeinträchtigung der Selbständigkeit (70 bis unter 90 Punkte)

Pflegegrad 5: Schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung (90 bis 100 Punkte).

 

Verhinderungspflege:

Wenn die private Pflegeperson verhindert ist, etwa in Urlaub fährt oder krank ist, übernimmt die Pflegeversicherung die Kosten für eine Ersatzpflege (Pflegegrade 2 bis 5). Dies nennt man Verhinderungspflege. Die Verhinderungspflege kann durch Einzelpflegekräfte oder Angehörige erfolgen. Pro Kalenderjahr ist eine Verhinderungspflege von bis zu sechs Wochen möglich. Zudem können bis zu 50 Prozent des Leistungsbetrags für eine Kurzzeitpflege (bis zu 806 Euro) zusätzlich für die Verhinderungspflege beansprucht werden. Der für die Verhinderungspflege in Anspruch genommene Erhöhungsbetrag wird auf den Leistungsbetrag für eine Kurzzeitpflege angerechnet. Die Hälfte des bisher bezogenen Pflegegeldes wird während der Verhinderungspflege für bis zu sechs Wochen im Jahr fortgewährt.

Vorteile der 24h-Betreuung zuhause:

Für den Pflegebedürftigen besteht der größte Vorteil der Pflege zu Hause darin, dass er seine gewohnte Umgebung nicht verlassen muss. Ein Umzug in eine neue Umgebung wird mit zunehmendem Alter immer schwieriger, denn der gewohnte Kontakt zu den Angehörigen und Nachbarn wird im Alter zum wichtigen Lebensquell. Im eigenen Haus oder bei den Kindern, kann ein alter Mensch noch das Gefühl haben, dazu zu gehören und nicht abgeschoben zu werden. Einige Pflegende genießen auch das Gefühl, mit der Pflege etwas Sinnvolles zu tun und ihre Pflichten gegenüber den Eltern zu erfüllen. Sich jederzeit austauschen zu können und das Leben weiterhin zu teilen, kann die Lebensqualität aller steigern.
Nicht zuletzt lässt sich die häusliche Pflege meistens erheblich kostengünstiger organisieren als die Rundum-Versorgung im Heim.

IHRE VORTEILE BEI DER SUCHE ÜBER 24-H-PFLEGE-SPEZIALISTEN:

Wir prüfen die Seriosität und Qualität der Anbieter und organisieren Ihre Suche nach dem besten Angebot. Sie bekommen Sicherheit und Sie sparen Zeit und Geld.
Wir schaffen Transparenz und erleichtern die Auswahl eines passenden zugelassenen Anbieters der 24h-Betreuung zuhause der zahlreiche Qualitätskriterien erfüllt wie:

Preis-Transparenz, Erreichbarkeit, Kündigungsfristen, Ansprechpartner für die ganze Vertragslaufzeit, kostenlose Beratung …

Aus diesem Kreis der qualifizierten Anbietern erhalten Sie bis zu drei Angebote, die schnell und einfach verglichen werden können.

  • Kostenlose Beratung und Hilfe bei der Auswahl des richtigen Anbieters
  • Transparenter Vergleich der Kosten und Leistungen
  • Geprüfte Anbieter, die nach dem EU-Entsendemodell arbeiten
  • Alle Betreuerinnen sprechen Deutsch und haben Erfahrung in der 24-Stunden-Pflege
  • Betreuungsbeginn innerhalb von 48 Stunden möglich

Bei allen Anbietern über 24h-Pflege-Spezialisten steht den Kunden ein Ansprechpartner für allen organisatorischen Belange zur Seite für die gesamte Betreuungsdauer.

24 Stunden Pflege

Wenn sich ältere Menschen allein zu Hause unsicher fühlen und ihren Alltag nicht mehr selbstständig bewältigen können, ist die 24-Stunden-Betreuung dann eine ideale Lösung. Die Pflegekraft ist rund um die Uhr für den Pflegebedürftige zu verfügung.

KOSTENLOSER PFLEGECHECK

Wir vergleichen unabhängig und transparent Anbieter von 24h Pflege in Deutschland und der EU. Füllen Sie das Formular aus, wir senden Ihnen schnellstmöglich passende Angebote zu.

ALLGEMEINE FRAGEN ZUR 24 STUNDEN PFLEGE:

ANGABEN ZUR PFLEGEBEDÜRFTIGEN PERSON:

ANGABEN ZUM PFLEGEBEDARF:

No Comments

Sorry, the comment form is closed at this time.